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Olivenzweig

 

Überall auf Kreta werden Sie Ihnen begegnen, Olivenbäume....
Über 35 Millionen Olivenbäume werden auf Kreta bestellt, diese werden aber nicht nur für den Eigenbedarf angebaut. Denn das Olivenöl wird in großen Mengen exportiert und ist eine Haupteinnahmequelle Kretas, zumal es von allerhöchster Qualität ist.

Olivenbäume gelten seit jeher als von Gott begünstigte, heilige Bäume und auch das Olivenöl hat einen ganz besonderen Status – grünes Gold wird es auch genannt.

Die Kreter benutzen für alles ihr Olivenöl und schwören darauf.
Es spielte in der Ernährung schon immer die Hauptrolle. Dies erklärt auch den hohen Verbrauch unter der kretischen Bevölkerung von durchschnittlich 300 Litern pro Familie im Jahr.

In einer internationalen wissenschaftlichen Studie wurde das "Wunder der kretischen Ernährung" erforscht. Denn diese gilt als die gesündeste Ernährungsweise des Menschen. In einer Sieben-Länder-Studie fand der amerikanische Arzt Anzel Keys heraus, dass die Ernährung der Krankheitsvorbeugung und allgemeinen Gesunderhaltung dient. So waren Herzkranzgefäßleiden und Krebs praktisch unbekannt auf Kreta, die Sterberate extrem niedrig... etc.
Die kretische Diät ist also jedem zu empfehlen! Was nun aber machen die Kreter so anders als andere?

1. Sie essen von allen Ländern im Vergleich das meiste Fett. Fast 3x soviel wie ein Amerikaner und eineinhalb mal soviel wie die Bewohner anderer Regionen im Mittelmeer. Der Vorteil des Kreters ist aber: er nimmt nie oder fast nie tierisches Fett zu sich. Auch kein herkömmliches Pflanzenöl. Nur reines und schmackhaftes Olivenöl, und dies in großen Mengen und fast nur roh, auf Salaten bzw. doppelt gebackenem Brot (Paximàdi).
2. Auf Kreta sowie in anderen griechischen Regionen war der Verzehr von Fleisch eine Zeremonie. Fleisch wurde sehr selten, meistens an Feiertagen oder ab und an Sonntags gegessen.
3. Kreter verspeisen sehr viel Brot. 3x soviel wie ein Amerikaner im Durchschnitt - allerdings weniger, als in anderen Mittelmeerländern. Und auch nur Brot mit Kleie (sprich Vollkornbrot). Reines Weißbrot gibt es - wie Fleisch, nur selten.
4. Am meisten von allen getesteten Ländern wird auf Kreta Obst gegessen. Das vierfache gegenüber den Bewohnern anderer Mittelmeerregionen und das zweifache der Amerikaner.
4. Die Kreter konsumieren mehr Hülsenfrüchte und Gemüse.
5. Kreter trinken (tranken) immer Wein zum Essen. Selbst die Kinder bekamen Wein, natürlich mit Nerò. Dazu kommt noch, dass in Kreta eine Mahlzeit kein einsames Mahl ist. Getrunken und gegessen wird nie allein. Mit Familie und Freunden wird das Essen zu einem gemütlichen Beisammensein. Man unterhält sich, genießt den Abend und die Lebensfreude - und sieht nichts wirklich verbissen.... (Sigà, sigà)

Oliven und Olivenöl wurden aber nicht nur für die Nahrung benutzt. Auch als Medikament war es bereits im Altertum bekannt. Zur Behandlung von Wunden und als fiebersenkendes Mittel oder zur Nervenheilung. Sehr viele Rezepte der Heilkundigen des Altertums beruhen auf dem Olivenöl. Und der Kreter ist überzeugt davon, es gibt kaum eine Krankheit, die mit Olivenöl nicht geheilt werden kann. Auch als Aphrodisiakum galt und gilt das Öl.

Natürlich kennen wir aus Religion und Mythologie auch die Bedeutung des Olivenbaumes als einem Baum des Friedens. Auch galt er als Baum des Lichtes, da sein Öl früher auch als Lichtquelle benutzt wurde. Bereits im alten Testament wurde der Olivenbaum als "Baum der Hoffnung" beschrieben. Eine Taube brachte einen Olivenzweig zur Arche Noah um das Ende der Flut anzukündigen.
Ebenso kennt die griechische Mythologie diese Bedeutung.

Wenn Sie gern mehr über die wundersame "Kreta-Diät" oder das Olivenöl erfahren wollen, sollten Sie sich das Buch: "Die Kultur der Olive - Olivenöl" von Nicos und Maria Psilakis besorgen. (Demnächst können Sie es auch über diese Seiten bestellen.) Auf Kreta erhalten Sie das Buch in fast jedem Zeitschriftenladen und einigen Supermärkten oder Souvenirshops.
Ein weiterer Tipp ist "Die kretische Kochkunst" ebenfalls von Nicos und Maria Psilakis. Die Rezepte in diesem Buch lassen sich prima auch zu Hause nachkochen und bescheren Ihnen auch nach dem Urlaub noch ein wenig Urlaubsfeeling.




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