Sie sind hier: Kultur und Geschichte Feiertage und Ferien  
 KULTUR UND GESCHICHTE
Mythos und Geschichte
Feiertage und Ferien
Oliven
Menschen

FEIERTAGE UND FERIEN
 




 
 

Ferien auf Kreta /Griechenland

Sommerferien: 22.06.-31.08.2004


Wichtige Feste und Feiertage

Diese Übersicht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und erwähnt nur die wichtigsten Feiertage. In vielen Gegenden und Dörfern gibt es noch Dorffeste und Feiertage für die jeweiligen Schutzheiligen etc. Informieren Sie sich detailliert am Besten im Fremdenverkehrsbüro, im Hotel oder einer Taverne Ihres Urlaubsortes!


An Silvester und dem 1. Januar (proto chroniá) wird die Nacht des Ágios Vassílis, gefeiert. Dieser ähnelt unserem Weihnachtsmann und bringt die Geschenke. Die Silvesternacht wird wie bei uns meist mit Gesellschaftsspielen im Kreis der Familie verbracht. Die Kinder laufen von Haus zu Haus und singen. Um Mitternacht werden nach dem alten Brauch die Fenster geöffnet, damit das alte Jahr hinaus und das neue hinein kann. Dann wird ein Neujahrskuchen aufgeschnitten, in den eine Münze eingebacken ist. Demjenigen, der sie findet, winkt im neuen Jahr das Glück.

Am 6./7. Januar wird zur Erinnerung an die Taufe Jesu Christi das Epiphanias-Fest gefeiert. Im ganzen Land wird das Wasser gesegnet und in den Küstenorten Messen am Meer gefeiert. Dort wirft der Papàs (Priester), in den größeren Städten ein Bischof, ein wertvolles Kreuz ins Meer. In einem Wettkampf tauchen die mutigsten Männer nach diesem Kreuz, um es wieder herauszuholen.

Im Februar oder März wird genau wie bei uns der Fasching oder auch Karneval gefeiert. In den größeren Städten Iràklion oder Rethymnon gibt es auch Karnevalsumzüge. Der letzte Tag der Faschingszeit ist nicht der Aschermittwoch, sondern der "saubere Montag" (katharà devtéra). An diesem beginnt auch hier die Fastenzeit, die 40 Tage bis zum Osterfest andauert.

Der 25. März ist gleich ein zweifacher Festtag. In vielen Kirchen wird er als Mariä Verkündigung festlich begangen. Aber er ist auch einer von zwei Nationalfeiertagen in Griechenland. An diesem Tag 1821 brach der Aufstand gegen die Fremdherrschaft der Türken aus. Deshalb wird er als Unabhängigkeitstag gefeiert.

Am 23. April wird einer der wichtigsten Heiligen der orthodoxen Kirche geehrt. Der heilige Georg (Jorgos) – Schutzpatron der Hirten und Bauern, aber auch des Militärs.

Ostern – das wichtigste kirchliche Fest der christlich-orthodoxen Kirche. (Achtung! Nur selten zeitgleich mit unserem Osterfest!)
Dieses Fest beginnt mit dem Palmsonntag, der die Karwoche (megáli evdomáda) einleitet. An Kirchen und Häusern werden die Türen mit Zweigen und Palmblättern geschmückt. Die ganze Karwoche hindurch wird geputzt, gemalt und verschönert – und natürlich Osterbrot gebacken.

Am Karfreitag (megáli paraskeví) wird Christi Grablegung fast überall in feierlichen Prozessionen nachvollzogen. Es wird getrauert und auch der Verstorbenen gedacht, es herrscht Stille.

Am Abend des Ostersamstages findet die große Ostermesse statt. Höhepunkt ist um Mitternacht das neue Licht der Osterkerze – das der Priester den Gläubigen bringt. Alle können daran ihre Osterkerze entzünden und mit in ihr Haus nehmen. Dazu ruft der Priester den Gläubigen die Worte "Christós anésti" (Christus ist auferstanden) zu. Die Gemeinde antwortet ihm: "Alithós anésti" (Er ist wahrhaftig auferstanden).
Diese beiden Sätze begleiten den ganzen Ostersonntag und Montag. Feuerwerk, tausend Kerzen und Freude machen diese Nacht zum Tag.

Nach der Messe darf endlich wieder gegessen werden. Die Fastenzeit ist zu Ende. Es wird im Familien- und Freundeskreis geschlemmt und gefeiert, meist mit Lamm vom Spieß und vielen Ostereiern. Die Eier werden ausschließlich rot gefärbt und stehen für das Blut Christi. (Heute gibt es auch wie bei uns schon „bunte“ Eier, für die Kinder.)

Christi Himmelfahrt wird mit Gottesdienst und Volksfesten gefeiert.

Der 1. Mai (proto majiá) ist auch in Griechenland ein Feiertag. Zum Frühlingsfest werden Blumenkränze geflochten und an die Türen der Häuser gehängt. Diese bleiben bis zur Sonnwendfeier am 24. Juni dort hängen um im Sonnwendfeuer dann verbrannt zu werden.

Nur auf Kreta wird ab dem 20. Mai eine Woche der Schlacht von Kreta gedacht. Kretische Freiheitskämpfer und die gesamte Bevölkerung leisteten heldenhaften, leider vergeblichen Widerstand gegen die deutschen Fallschirmjäger bei der Besetzung durch Deutschland im 2. Weltkrieg.

Am 24. Juni wird der Geburtstag Johannes des Täufers gefeiert und die Sonnwendfeuer angezündet.

Vom 25. bis zum 30. Juni wird in Sitìa das Sultaninenfest gefeiert.

Am 15. August wird das Fest der Panagìa (Mariä Entschlafung) begangen. Neben Ostern ein großes Fest der christlich-orthodoxen Kirche, welches in ganz Griechenland ausgiebig gefeiert wird.

Der 25. August ist der Tag des heiligen Titus. Er war der Begleiter des Apostels Paulus und ist der Schutzheilige der Insel Kreta. In Iràklion findet eine große Prozession statt.

Am 28. Oktober wird der zweite Nationalfeiertag der Griechen begangen: Der "Óchi-Tag" (Nein-Tag). Er erinnert an das Nein! der griechischen Regierung zum Ultimatum Italiens, das die Griechen 1940 zur Kapitulation aufforderte. Schülerparaden und Militärparaden finden in den Städten an diesem Tag statt.

In der Zeit vom 7. bis zum 9. November gedenken die Kreter an ihrem eigenen Nationalfeiertag der Märtyrer des Klosters Arkàdi. Am 09. November 1866 sprengten diese sich im von den Türken belagerten Kloster in die Luft. Über 900 Menschen, darunter viele Frauen und Kinder, starben.

Weihnachten wird nicht so ausgiebig gefeiert wie Ostern. Der 24. Dezember ist nicht wie bei uns der Heilige Abend. Erst am 25. Dezember beginnt das Weihnachtsfest, das im Familienkreis gefeiert wird. Die Bescherung findet an Silvester statt.


Druckbare Version