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 IERAPETRA
Chryssi

IERAPETRA
 




 

Blick auf Kreta

 

Die „Braut des Libyschen Meeres“ und südlichste Stadt Europas breitet sich auf einem Küstenabschnitt zum Meer hin aus. Ierapetra ist mit ca. 12.000 Einwohnern die größte Stadt an der Südküste Kretas.
Schon in der Antike kannte man sie als Kyrva, Pytna, Kamiros und Ierapytna.

Durch den Anbau von frühreifem Gemüse in den Gewächshäusern der Umgebung begann 1966 ein wirtschaftlicher Aufschwung. Sicherlich sind die vielen Gewächshäuser in und um Ierapetra nicht unbedingt schön, aber Sie gehören einfach dazu. Denn Ierapetra lebt nicht hauptsächlich vom Tourismus, wie inzwischen viele andere Städte auf Kreta. Die Landwirtschaft ist die wichtigste Einnahmequelle der Einwohner hier.
Vielleicht ist es ja auch dem Umstand zu verdanken, dass jeder deutschsprachige Reiseführer, den ich bisher über Kreta in die Finger bekam, sich nur sehr kurz und meistens abfällig über diese Gegend äußert, dass hier noch nicht wirklich eine „Touristenschwemme“ herrscht?
Diese Stadt lebt jedenfalls sowohl in, als auch außerhalb der Saison ihren eigenen Rhythmus. Nämlich den einer gemütlichen kretischen und doch sehr internationalen Stadt. Denn Ierapetra hat den größten Ausländeranteil der Städte Kretas. (Sehr viele Überwinterer und Deutsche Auswanderer gehören übrigens dazu.)

Die Gemeinde Ierapetra bemüht sich sehr, den Tourismus auch in diesen Teil Kretas zu führen. Bisher gelang dies ohne viele Clubhotels und Anlagen – die es natürlich auch hier gibt. Diese sind auch über die meisten Reiseveranstalter aus Deutschland bzw. Österreich buchbar.
Es lohnt sich für den interessierten Besucher aber durchaus ein Blick auf die vielen privaten Vermieter von Wohnungen und kleinen Apartmentanlagen der Gegend. Viele davon finden Sie auch im Internet.
Auch der einzige Campingplatz im Südosten der Insel befindet sich in Ierapetra, Richtung Koutsounari.



 
Am Kales (Kastell) 
Auf der Strandpromenade 
Ierapetra vom Meer aus 



 

Im Sommer gibt es in der Stadt die „Kyrbeja“ – eine Art „Kultursommer“. Diese Festspiele sind sowohl für Besucher als auch für die Bewohner eine Mischung aus Tanz und Musik einheimischer Gruppen, Film- und Theateraufführungen, Konzerten berühmter Künstler und junger Popgruppen sowie Ausstellungen kretischer Maler.
Die Kyrbeja endet mit einem riesigen Fest – ganz Ierapetra singt und tanzt in den Straßen der alten Stadt.

Natürlich hat Ierapetra auch an Sehenswürdigkeiten einiges zu bieten. Die Moschee, die in der Altstadt noch relativ gut erhalten geblieben ist, wurde um die Jahrhundertwende erbaut. Das Minarett wurde 1953 restauriert und dominiert im ganzen Viertel. Überhaupt ist die „Kato Merà“ (Altstadt) sehr sehenswert. Durch die kleinen Gassen mit den gemütlich und einladend wirkenden Häuschen zu bummeln sollten man sich nicht entgehen lassen. Und wenn Sie schon mal da sind, können Sie sich gleich das Napoleon Haus anschauen. (Angeblich soll Napoleon auf seinem Weg nach Ägypten in Ierapetra einen kurzen Halt eingelegt haben.)
Aber auch der „modernere“ Teil Ierapetras lädt zum bummeln ein. Kleine Geschäfte und Cafes wechseln sich ab. Am Hafen finden Sie außer dem Kastell (welches auch zu besichtigen ist) viele kleinere und größere Tavernen die zum probieren der Köstlichkeiten einladen.

Im Gebäude der früheren osmanischen Schule (Mèchtepi) ist heute die Archäologische Sammlung“ von Ierapetra untergebracht. Dort sind Fundgegenstände aus der ganzen Region ausgestellt. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.


 

Chryssi Ein weiteres Highlight bei einem Aufenthalt hier ist sicherlich auch ein Ausflug auf die Insel Chryssi. Bei den Kretern wird sie Gaidouronissi (Eselinsel) genannt. Sie hat einen Hauch von Afrika und bezaubert den Besucher mit goldenen Stränden, zwischen denen ein einzigartiger Zedernwald

 




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