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Olivenzweig

 

Wer Kreta besucht wird früher oder später mit dem grünen Gold bekannt – dem Olivenöl. Die griechische und besonders die kretische Küche spart nicht an Öl. Aber keine Sorge, es ist sehr gut verträglich und zudem noch sehr schmackhaft.
Es kommt natürlich auch darauf an, welches Öl zur Zubereitung der Gerichte genutzt wird. Gerade in den überlaufenen Touristengebieten gibt es gravierende Unterschiede von Taverne zu Taverne - nicht immer verwendet der Koch das bekömmliche und gute kretische Olivenöl. (Wussten Sie überhaupt, das sogar die Italiener ihr Olivenöl mit dem kretischen verbessern?)

Gutes Olivenöl erkennt man an seiner Konsistenz und seiner leicht grünlichen Farbe. Falls Sie mehr über die Olive und das Öl erfahren wollen, können Sie hier weiterlesen.

Die Speisekarten sind sehr umfangreich und in jeder Region etwas anders.
Es ist nicht immer alles im Angebot, was auf der (vor)gedruckten Speisekarte zu finden ist. Welche Gerichte die Küche gerade anbietet, sehen Sie an den handgeschriebenen Preisen, steht kein Preis hinter einem Gericht, ist es wohl gerade nicht vorrätig.
Auf jeden Fall sollten Sie nach dem Tagesgericht fragen!

Brot fehlt an keiner Tafel auf Kreta und wird in verschiedensten Varianten angeboten. Besonders das kretische Trockenbrot (paximàdi) möchte ich Ihnen empfehlen. Es ist ein doppelt gebackenes Brot und ähnelt etwas unserem Zwieback. Vor dem Verzehr wird es mit Wasser angeweicht. Probieren Sie es unbedingt mit Tomaten, reichlich Olivenöl und Feta (Lantouristò). Ein Genuss!

Ebenso probieren und genießen sollten sie die Mezèdes! Kleine Gerichte, bzw. Vorspeisen. Man isst sie als Vorspeise (orektikà) oder als Häppchen zum Raki.

Ein Hinweis noch: Besucht man in größerer Runde eine Taverne, ist es durchaus üblich, eine große Auswahl unterschiedlicher Speisen zu bestellen und gemeinsam von allen Tellern zu nehmen, sich einfach "durchprobieren"... Ähnliches gilt auch für die Bezahlung. Getrennte Rechnungen werden auf Kreta nur von Touristen verlangt und entlocken dem Kellner meist einen "gequälten Blick". Üblich in Griechenland ist: Einer zahlt für alle und kassiert – wenn überhaupt – vorher oder später von allen anderen.

Das am meisten verbreitete Getränk auf Kreta ist Wein (krasì), der seit einigen tausend Jahren dort angebaut wird. In Tavernen können Sie am besten nach dem Hauswein oder Wein vom Fass (krasì chimà) fragen. Er schmeckt von Taverne zu Taverne anders "lecker" und ist oft preisgünstiger. Der von Kreta stammende Wein ist generell sehr zu empfehlen und im Prinzip kann man nicht viel bei der Sortenauswahl falsch machen...

Auch beim Bier (bira) werden Sie auf Kreta bestens bedient. Schließlich kam der erste König Griechenlands aus Bayern – dieser bescherte den Griechen die Braukunst. Probieren Sie das einheimische „Alfa“ oder „Mythos“! - Während der Saison gibt es in einigen Tavernen auch Alfa vom Faß.

Ein weiteres auf ganz Kreta verbreitetes Getränk ist "Tsikoùdia", auch "Raki" genannt. Dieser ist nicht zu verwechseln mit dem türkischen Raki, der einen leichten Anisgeschmack hat (wie der bei uns gängigere Ouzo). Der kretische Raki ist ein fruchtig milder Weintresterschnaps und ähnelt noch am ehesten dem italienischen Grappa.

Hier vergessen dürfen wir auf keinen Fall das Wasser (nerò). In guten Kafeneìa und Cafe-Bars bekommen Sie immer ein Glas Wasser zum Kaffee gereicht. Eine schöne Geste, die ich hier in Deutschland vermisse. Der griechische Kaffee (kafe elinikò) ist ein starker Mocca, den Sie mètrio (mittelsüß), glikó (süß), vàri glikó (sehr süß und sehr stark) oder skèto (ohne Zucker) trinken können.

Bestellen Sie einfach nur Kaffee, wird Ihnen sicherlich ein Nescafe serviert werden. Dieser ist auch die Basis des beliebten Frappè, den Sie schwarz (skèto), mit Zucker (me sàchari) oder mit Milch (me ghàla) bestellen können.

Und jetzt: Kalì orèxi ( Guten Appetit!)


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